Rheinbrüder starten mit zwei ersten Plätzen in die neue Saison

Karlsruhe, 24.02.2026: Mit überzeugenden Ergebnissen ist der Nachwuchs der Rheinbrüder Karlsruhe am vergangenen Wochenende in die Junioren-Qualifikation gestartet. Beim bundesweiten Athletiktest in Kienbaum, der als erster Baustein auf dem Weg in die Juniorennationalmannschaft gilt, präsentierten sich die Karlsruher Talente in hervorragender Verfassung und unterstrichen ihre Ambitionen für die kommenden Ausscheidungsrennen.

Besonders eindrucksvoll fiel das Ergebnis bei den vom Karlsruher Trainer David Reeck betreuten Canadier-Juniorinnen aus. Marie-Sophie Syskowski sicherte sich mit Rang eins in Maximalkraft und Kraftausdauer beim Bankdrücken den Gesamtsieg und bestätigte damit ihre kontinuierliche Entwicklung. Die WM-Teilnehmerin des vergangenen Jahres, die international bereits im Einer und im Vierer Erfahrungen sammeln konnte, zeigte sich athletisch in Topform. Direkt dahinter reihte sich ihre Trainingspartnerin Cheyenne Heidl ein, die sich Platz zwei punktgleich mit der Leipziger Konkurrentin Johanna Larsow teilte. Auch die Schülerin der Drais Gemeinschaftsschule war 2024 und 2025 bereits auf der internationalen Bühne im Einsatz und überzeugte in Kienbaum neben guten Krafttests auch im Laufsprint mit der Bestzeit. Nur ein einziger Punkt trennte Emelie Göttert als Viertplatzierte vom geteilten zweiten Rang – ein starkes Ergebnis für die erst 16-jährige Nachwuchsfahrerin bei ihrer ersten Junioren-Qualifikation. Aufgrund ihrer hervorragenden Last-Kraft-Verhältnisse sicherte sie sich in der Maximalkraft die beste Punktzahl im Bankziehen und Bankdrücken, sowie im abschließenden 1500 Meter Lauf. Die zweifache deutsche Jugendmeisterin Mera Klapheck, die im Vorjahr bei den Olympic Hope Games bereits erste internationale Erfahrungen sammelte, komplettierte das geschlossene Mannschaftsergebnis mit Rang zehn.

Undine Horakh und Marie-Sophie Syskowski konnten sich jeweils mit dem ersten Platz die bestmögliche Ausgangsposition für die anstehenden Wettkämpfe im April erarbeiten. (von links nach rechts)

Bei den Kajak-Juniorinnen setzte Undine Horakh ein deutliches Zeichen. Die Knielingerin, die 2025 bei der Junioren-Weltmeisterschaft mit Rang sechs in der Mixed-Staffel auf sich aufmerksam machte, gewann die Gesamtwertung des 40-köpfigen Startfeldes. Beeindruckend war dabei, dass die Schülerin des Otto Hahn Gymnasiums in allen vier Krafttests sowie im Ausdauerlauf die Bestpunktzahl erreichen konnte. Hinter ihr entwickelte sich ein enges Rennen um die weiteren Platzierungen – zwischen Rang zehn und zwanzig lagen lediglich drei Punkte. In diesem dicht gedrängten Feld erreichte Rebecca Hirsch Platz 13. Die 18-Jährige, die seit vergangener Saison in Karlsruhe trainiert und bereits EM-Erfahrung im K4 sowie im Einer über 500 Meter gesammelt hat, hält damit Anschluss an die nationale Spitze und wird bei der Vergabe um die JWM-Plätze sicher ein Wörtchen mitreden können. Bundesauswahltrainerin Maren Knebel, die auch 2026 wieder die Damen-Junioren des deutschen Kanu Verbandes betreuen wird, hat somit die Chance sogar zwei Sportlerinnen aus ihrer eigenen Heim-Trainingsgruppe international mit im Team zu haben. Die beiden noch 15-jährigen in der Jugendklasse startberechtigten Talente Marie Freisinger und Morgan Fox sollten in Absprache mit Jugendtrainer Cedric Maas, erstmals wertvolle Testerfahrungen gegen die ältere Konkurrenz sammeln und konnten sich hervorragend im Mittelfeld platzieren.

Auch bei den Herren Junioren zeigten die Rheinbrüder Präsenz. Im Kajak belegte der deutsche Vizemeister im Viererkajak von 2025 Moritz Hörner einen sehr guten Platz im vorderen Drittel. Der 17-jährige Schüler aus Daxlanden lag dabei nur sechs Punkte hinter der Spitze und somit in Schlagdistanz zu den JWM-Plätzen und verdeutlicht die große Leistungsdichte in seiner Altersklasse. Auch im Canadier der Herren-Junioren waren die Rheinbrüder in diesem Jahr wieder vertreten. Der deutsche Juniorenvizemeister über 5000 Meter und Ausdauerspezialist Lukas Herpel belegte im Endklassement Rang 17. Der Nachwuchsfahrer hatte bereits im vergangenen Jahr bei den Hope Games internationale Wettkampfluft geschnuppert und wird nun erneut auf den spezifischen Wettkämpfen gegen die bundesweite Konkurrenz antreten.

Mit zwei starken Siegen, mehreren Platzierungen im vorderen Feld und zahlreichen engen Entscheidungen haben die Rheinbrüder eine vielversprechende Ausgangsbasis für die weiteren Qualifikationsrennen in Duisburg Anfang April geschaffen. „Wir konnten einige Top-Ergebnisse einfahren, die uns zeigen, dass die Richtung stimmt – der Fokus liegt jetzt auf den anstehenden Wettkämpfen auf dem Wasser“, bilanziert ein sichtlich zufriedener Bundesstützpunktleiter Detlef Hofmann.