Karlsruhe, Januar 2026 – Das Jahr 2025 stand für die Rheinbrüder Karlsruhe ganz im Zeichen des Umbruchs und markierte zugleich einen wichtigen Wendepunkt. Zahlreiche ehemals erfolgreiche Athletinnen und Athleten beendeten ihre Karrieren und hinterließen sportlich wie menschlich spürbare Lücken. Die damit verbundenen veränderten Rahmenbedingungen führten im Trainer- und Betreuerteam zu Beginn des Jahres zu einer gewissen Unsicherheit – eröffneten jedoch gleichzeitig neue Chancen für die nachrückende Generation.
Im Saisonverlauf zeigte sich jedoch zunehmend, dass die jungen Karlsruher Sportlerinnen und Sportler über sich hinauswuchsen und in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen. Dieses Übergangsjahr bildet somit ein wichtiges Fundament, in Richtung der Saison 2026, sowie für die anstehenden Wettkämpfe im neuen Jahr. Im Mittelpunkt der neuen Saison steht im Nachwuchsbereich vordergründig die kontinuierliche Leistungsentwicklung aller Athletinnen und Athleten.
Ein zentrales Ziel für die etablierten Kräfte ist es, dass nach den nationalen Qualifikationen im April möglichst viele Rheinschwestern und Rheinbrüder für die deutschen Auswahlmannschaften qualifiziert sind. Gleichzeitig wollen die Karlsruher Kanuten wieder einmal ihre nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen und auch 2026 als feste Größe im Leistungssport auftreten.
Neben dem leistungsorientierten Bereich bleibt die Nachwuchsarbeit der Rheinbrüder ein wesentlicher Schwerpunkt der Vereinsarbeit. Im Rheinhafen sollen auch im neuen Jahr junge Talente systematisch an den Leistungssport herangeführt und langfristig aufgebaut werden. Die enge Verzahnung zwischen Nachwuchs- und Spitzensport spielt dabei eine zentrale Rolle: „Sie fördert einerseits die Identifikation und den Zusammenhalt der Sportlerinnen und Sportler und sichert gleichzeitig die nachhaltige sportliche Entwicklung sowie die Zukunftsfähigkeit des Vereins,“ erklärt Bundesstützpunktleiter Detlef Hofmann.
Der sportliche Auftakt in das Kanusport Jahr 2026 erfolgt für die meisten Karlsruher Kanuten bereits am 2. Januar mit einem Athletik- und Skilanglauf-Trainingslager auf dem Herzogenhorn im Südschwarzwald, bei dem für die „skiaffinen“ Leistungsträger erste konditionelle Schwerpunkte für die neue Saison gesetzt werden. Canadierspezialist Tim Bechtold beginnt das Jahr am 05.01.mit der Auswahlmannschaft des Deutschen Kanu Verbandes und einem Ski-Trainingslager in St.Moritz, während gleichzeitig Vincent Hoiß und Hanno Wortmann mit dem Rest der Nationalmannschaft in Kienbaum ins neue Jahr starten.

in St.Moritz
Schon drei Wochen später stehen die nächsten internationalen Trainingsmaßnahmen an: Auf den Spuren von Olympiasieger Detlef Hofmann verschlägt es die junge Herrentruppe um U23-EM-Silbermedaillengewinner Hanno Wortmann, Jaron Schulz, Vincent Hoiß und Paul Grosser für vier Wochen ins Trainingslager nach Newport Beach. In Kalifornien (USA) möchte Herrentrainer Yannik Hofmann die ersten Grundlagen auf dem Wasser legen, um einen weiteren Schritt in Richtung Qualifikation für die U23 Mannschaft zu legen.
Parallel reist Anfang Februar ein baden-württembergisches Auswahlteam um die letztjährigen Junioren-WM-Teilnehmerinnen Undine Horakh, Cheyenne Heidl und Marie-Sophie Syskowski für zwei Wochen nach Belek (Türkei), um dort die ersten Weichen in Richtung einer Junioren-WM-Fahrkarte zu legen. Direkt aus der Türkei geht es dann für die Karlsruher Juniorinnen und Junioren gemeinsam mit der Karlsruher DKV-Auswahltrainerin Maren Knebel nach Berlin zum Athletiktest des Deutschen Kanuverbandes, der als erste Qualifikation für die Juniorinnen und Junioren im Jahr 2026 gewertet wird.
Mit strukturierten Trainingsmaßnahmen, einer starken Nachwuchsarbeit und einem klaren Fokus auf Leistungsentwicklung gehen die Rheinbrüder Karlsruhe mit Zuversicht und großem Teamgeist in die Saison 2026. „Der Umbruch ist noch nicht vollständig abgeschlossen, doch die Richtung stimmt. Ziel ist es, “die positive Entwicklung aus dem Jahr 2025 fortzusetzen, um auch 2026 mit mehreren Karlsruher Sportlerinnen und Sportlern international vertreten zu sein“, resümiert BSP Leiter Hofmann.