Karlsruhe, Februar 2026 – Für die Nachwuchssportlerinnen und -sportler der Rheinbrüder steht am 22. Februar der erste große Meilenstein der noch jungen Saison an. In Kienbaum fällt mit der Athletikqualifikation der Startschuss für die diesjährige Qualifikation zur Juniorennationalmannschaft. Traditionell bildet der bundesweite unspezifische Leistungstest die Grundlage für die weiteren Sichtungsmaßnahmen auf dem Weg zur Junioren Europa- und Weltmeisterschaft.
Aus dem Karlsruher Rheinhafen gehen in diesem Jahr 10 Sportler/innen an den Start. Im renommierten Trainingszentrum Kienbaum messen sich die Karlsruher Talente mit der Konkurrenz aus ganz Deutschland in mehreren Kraft- und Ausdauertests. Besonders gute Aussichten haben die drei Athletinnen, die bereits im vergangenen Jahr auf internationaler Bühne auf sich aufmerksam machten.
Das Canadier-Duo Cheyenne Heidl und Marie-Sophie Syskowski haben schon 2025 in Montemor o´Velho die deutschen Farben vertreten. Die beiden belegten bei der Junioren-Weltmeisterschaft im C4 über 500 Meter einen achten Platz und gingen zusätzlich auch im C2 (Heidl) und C1 (Syskowski) am Start. Nach einer intensiven Wintervorbereitung wollen sie sich im athletischen Bereich wieder optimal präsentieren, um sich eine gute Ausgangsposition für die weiteren Qualifikationsrennen im April zu sichern.

Undine Horakh, ist die dritte im Bunde, die bereits im Vorjahr bei der JWM starten durfte. Die Knielingerin unterstrich dort mit Rang sechs bei der Junioren-Weltmeisterschaft in der Mixed Staffel bereits ihr Potential. In ihrem letzten Juniorenjahr möchte sie sich auch 2026 noch einmal für höhere Aufgaben empfehlen.
Mit Rebecca Hirsch steht eine weitere, bereits international gestartete Athletin im Aufgebot der Rheinbrüder. Die gebürtige Neuburgerin, die seit der vergangenen Saison in Karlsruhe lebt und trainiert, erreichte im vergangenen Jahr Platz sieben bei der Junioren-Europameisterschaft im K4, sowie Rang 10 im Einerkajak jeweils über 500 Meter. Bereits bei ihrem Wechsel an den Bundesstützpunkt setzte sie ein starkes Zeichen und möchte nun auch in ihrem zweiten Jahr in Karlsruhe den nächsten Entwicklungsschritt machen.
Bei den Herren Junioren ruhen die Hoffnungen nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Simon Schuler auf dem 17-jährigen OHG-Schüler Moritz Hörner. Der vom Karlsruher Herrentrainer Yannik Hofmann betreute Daxlander krönte sich im vergangenen Jahr zum Deutschen Vizemeister und möchte dieses Jahr das erste Mal internationale Luft schnuppern. Auch für ihn bietet die Athletiküberprüfung die Chance, sich frühzeitig im Kreis der besten deutschen Junioren zu positionieren.
Premiere bei einer Junioren-Qualifikation feiern Lukas Herpel, Mera Klapheck und Emelie Göttert. Herpel und Klapheck konnten im vergangenen Jahr bereits internationale Erfahrungen bei den Olympic Hope Games sammeln und wollen nun erstmals einen Angriff in Richtung Juniorennationalmannschaft starten. Für alle drei steht dabei zunächst im Fokus, sich im Feld der Konkurrenz zu behaupten und wertvolle Wettkampferfahrung zu sammeln.
Komplettiert wird das Karlsruher Aufgebot von den beiden Nachwuchstalenten Morgan Fox und Marie Freisinger, die altersmäßig eigentlich noch in der Jugendklasse startberechtigt sind. Beide haben sich mit starken Leistungen in der letzten Saison für die Teilnahme empfohlen und stellen sich nun der Herausforderung bei den Juniorinnen. Für sie steht ebenfalls im Vordergrund, Erfahrungen auf höchstem nationalem Niveau zu sammeln und sich perspektivisch im Juniorenbereich zu etablieren.
„Unsere Athletinnen und Athleten haben im Winter sehr konzentriert gearbeitet. Jetzt geht es darum, die Trainingsleistungen unter Beweis zu stellen und sich eine gute Ausgangssituation für die Saison zu erarbeiten“, analysiert Bundesstützpunktleiter Detlef Hofmann.
Mit einem breit aufgestellten und leistungsstarken Kader reisen die Rheinbrüder sowie Bundesauswahltrainerin Maren Knebel, die auch in diesem Jahr wieder die Damen Junioren des Deutschen Kanu Verbandes betreuen wird, gemeinsam mit dem Karlsruher Jugend und Junioren Canadier Trainer David Reeck nach Berlin – um dort die ersten Schritte in Richtung Juniorennationalmannschaft erfolgreich zu gestalten.