Rheinbrüder beginnen Qualifikation vielversprechend

Saeid Fazloula hat gut Lachen für ihn lief die 1. Quali bestens ©GES

Die 1. Nationale Qualifikation im Kanu-Rennsport fand am Samstag auf der Wedau in Duisburg statt. Wie immer ist es ein erster Fingerzeig, wie gut die Athleten durch den Winter gekommen sind.
Vielversprechend sind die beiden Leistungsklasse-Athleten Saeid Fazloula und Sarah Brüßler, von den Rheinbrüder Karlsruhe, in den Kampf um ein Platz im WM-Team gestartet. Beide liegen nach der ersten Halbzeit auf dem dritten Ranglistenplatz. Saeid Fazloula konnte seine Gefühle nach den Rennen kaum in Worte fassen: „Ich bin im Moment überglücklich und sprachlos. Nun ist die Aufregung weg und ich will bei der zweiten Qualifikation noch besser fahren“. Mit Platz drei in der Mittelstreckenrangliste hinter Olympiasieger Max Rendschmidt und Doppeljuniorenweltmeister Jacob Schopf hat sich Fazloula erst mal eine gute Ausgangsposition gesichert.

Auch Sarah Brüßler liegt auf A-Nationalmannschaftskurs ©GES

Auch Sarah Brüßler, die U23-Vize-Weltmeisterin im Viererkajak über 500 Meter, schätzte sich glücklich in der Rangliste nur Olympiasieger Franziska Weber und ihre U23-Teamkollegin Nina Krankemann vor sich zu wissen. Ebenfalls mit guten Aussichten auf die A-Nationalmannschaft, kann die Canadierfahrerin Sophie Koch nun in die nächsten zweieinhalb Trainingswochen einsteigen, sie belegte drei Mal den vierten und einmal den dritten Rang. Ihre Zweierpartnerin aus Berlin Lisa Jahn entschied alle Rennen für sich. Damit wird mit Spannung der Zweiercanadierausscheid bei der 2. Qualifikation Anfang Mai erwartet, wo sich das neuformierte Boot gegen das letztjährige WM-Boot mit Ophelia Preller und Annika Loske (beide Potsdam) durchsetzen möchte. Der Cheftrainer der Rheinbrüder, Detlef Hofmann, zog ein positives Fazit der ersten Qualifikation: „Alle haben hier heute überzeugt. Wir sind gut gestartet aber haben erst die Hälfte der Miete in der Tasche!“ Neben Fazloula, Brüßler und Koch, hat auch Felix Frank noch Restchancen den Sprung in die A- Mannschaft zu schaffen. Frank war ebenfalls hervorragend mit Platz neun im A-Finale über die 250 Meter Distanz in den Wettkampf gestartet. Leider lief es auf der langen 2000 Meter Strecke dann aber nicht so gut und er fiel auf Platz 11 zurück.

Auf U23-Kurs liegt U23 Vizeweltmeisterin Carola Schmidt, die in der Damen Gesamtrangliste auf Platz 10 liegt. Eine bessere Platzierung blieb der 20-jährigen leider über ihre 1000 Meter Spezialstrecke aufgrund von klaren Windnachteilen verwehrt. Aber auch die Nachwuchsathletinnen Katinka Hofmann und Xenia Jost verkauften sich im Kabinett der etablierten deutschen Kanutinnen teuer und können mit Rang vier und sechs in der Sprintrangliste auf den Einsatz im EM-Team hoffen. Jetzt gilt es nochmal zwei Wochen ordentlich zu trainieren und an der Form zu feilen um den gelungen Auftakt zu vollenden. Am ersten Mai Wochenende kommen dann auch noch die Junioren zum Einsatz. Insbesondere Greta Köszeghy, Jochen Wiehn und Alexej Karle wollen dann um die WM und EM Tickets mitkämpfen.  AMR

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